Über uns

Über uns

 

Wir sind eine kleine zwei- bis dreizügige Grundschule am Rand des Schulzentrums in Bargteheide. Auf unsere Schule gehen z.Zt. etwa 235 Schülerinnen und Schüler in neunKlassen sowie 14 Kolleginnen und Kollegen. Die vorteilhafte Randlage ermöglicht uns einerseits ein von den anderen Schule abgegrenztes Leben mit eigenem Schulhof mit neuem Klettergerüst und Nestschaukel, andererseits können wir die Vorteile der Nähe zu weiterführenden Schulen nutzen. So helfen uns gern Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank Schule und der Dietrich-Bonhoeffer Schule z.B. bei der Durchführung der Bundesjugendspiele und der Fahrradprüfung, wir selbst besuchen gern die Kopernings des KGB, die mit uns Experimente durchführen.

Einer unserer Schwerpunkte liegt seit 2010 auf der Vermittlung von Medienkompetenz. Neben dem Erwerb eines reichen Schatzes an Kenntnissen im Bereich der Computer- und Internetnutzung, werden auch das Erstellen von Plakaten, das Halten von Referaten und in Projekten das Aufnehmen von Hörspielen oder das Singen und Spielen in der Schulband oder im Schulchor geübt.

Wir legen in unserer Arbeit mit den Schülern viel Wert auf ein freundliches Miteinander. Probleme zwischen den Kindern werden auf kurzem Weg sehr schnell aus der Welt geschafft. Bei unserer geringen Schülerzahl kennen sich alle Kinder und Lehrkräfte untereinander, was hierbei ein großer Vorteil ist.

In unserem Gebäude beherbergen wir die Ganztagsbetreuung, in der unsere Schülerinnen und Schüler nach ihrem Unterricht betreut werden können. Die Kinder gehen in mehreren Gruppen zum Essen in die Mensa des Ganztagszentrums, um danach in unsere Schule zurückzukehren und dort Hausaufgabenbetreuung und weitere Projekte in Anspruch zu nehmen oder einfach auf dem gut ausgestattteten Schulhof zu spielen.

Wir haben ein Leitbild

Lernen für Nachhaltigkeit (BNE) ist das erste Prinzip, welches wir umsetzen möchten. Es bedeutet, über den Unterricht der einzelnen Fächer und Fachbereiche hinaus Schülerinnen und Schülern Lerngelegenheiten und Lernanreize zu bieten, die ihnen Fähigkeiten und Fertigkeiten für ein zukünftiges Leben in einer sich schnell verändernden Welt vermitteln.

In unserer Schule wird gelernt. Wir bemühen uns, so zu handeln, dass unsere Schüler lernen, ihr Leben selbstbestimmt und friedvoll zu gestalten. Das versuchen wir, indem

  •     Lehrer und Schüler sich gegenseitig unterstützen und voranbringen, gearbeitet und handelnd gelernt wird

  •     grundlegendes Wissen vermittelt wird,

  •     unterschiedliche Begabungen gefördert werden,

  •     wir unsere Räume so gestalten, dass sie zum Verweilen einladen.

Wir haben einen Namen

(1867 – 1956)
Der deutsche Maler Emil Nolde (* 7. August 1867
als Hans Emil Hansen in Nolde, Gemeinde
Buhrkall; † 13. April 1956 in Seebüll Neukirchen,
Nordfriesland) war einer der führenden Maler
des Expressionismus. Er ist einer der großen
Aquarellisten in der Kunst des 20. Jahrhunderts.

 

Maler des Nordens und Nationalsozialist?

Als unsere Schule im Jahre 1970 den Namen Emil Nolde Schule bekam, geschah dies sicherlich ohne auch nur ansatzweise zu ahnen, dass Emil Nolde ein großer Verehrer Adolf Hitlers war.
Antisemitisches Gedankengut lässt sich in seinen Äußerungen nicht nur erkennen, sondern wird klar formuliert und auch der Glaube und die Hoffnung auf einen Sieg Hitlers. Das ergeben neue Forschungen, die im Rahmen einer Nolde Ausstellung auch in Buchform erschienen sind.
Eher hatte man wohl die Absicht mit der Namensgebung einen Mann zu ehren, der als einer der bedeutendsten deutschen Expressionisten gilt und der der schleswig-holsteinischen Landschaft in seinen Bildern ein unsterbliches, farbenprächtiges Denkmal gesetzt hat.
Außerdem abgestempelt als entartet im Dritten Reich und damit fast schon ein Widerständler.
Das dies ein sehr einseitiges und positives Bild ist, dafür haben Emil Nolde selbst und später auch seine Nachlassverwalter trotz besseren Wissens gesorgt.
In allem ist allerdings auch immer wieder ein Widerspruch zu finden.
Nolde gefällt der deutsche Aufbruch, er äußert sich immer wieder diesbezüglich in Briefen und anderen Schriften.
Sein Malerkollege Karl Hofer wird Emil Nolde nach der NS-Diktatur auch als Nazi-Emil bezeichnen.
Allerdings hat Emil Nolde in Bezug auf sein künstlerisches Schaffen nie auch nur ansatzweise daran gedacht sich dem Diktat des Regimes zu fügen.
Ein Widerspruch, auf der einen Seite ein Anhänger des Nationalsozialismus, auf der anderen Seite verfolgt und diskreditiert als entarteter Künstler.´
Dieser Widerspruch begegnet einem immer wieder, wenn man sich mit Noldes Biographie auseinandergesetzt und dieser Wiederspruch war für mich nur schwer verständlich.
Begründet vielleicht in der besonderen Situation seiner Herkunft, zwischen Deutschland, Schleswig-Holstein, Südschleswig und Nordschleswig und Dänemark, in der Zeit um die Volksabstimmung und Grenzziehung von 1920.
Die Vielschichtigkeit dieser Region könnte ich selbst erfahren als Mitglied der dänischen Minderheit in Südschleswig.
Allerdings bietet die Herkunft Noldes allenfalls einen Erklärungsansatz, aber auf keinen Fall eine Rechtfertigung.

 

Der Umgang an der ENS mit der Vergangenheit Noldes

Alle zwei Jahre findet an der Emil-Nolde-Schule eine Projektwoche zum Thema Emil Nolde statt.
Alle Kinder der Schule kommen also 1-2mal während ihrer Zeit an der ENS in den Genuss dieser Projektwoche.
In den ersten und zweiten Klassen ist die Nazi-Vergangenheit Noldes noch kein Thema, seine Malerei steht dann im Vordergrund.
Findet hingegen die Projektwoche in Klasse drei oder vier statt, wird das Leben Noldes thematisiert und damit auch seine Nazi Vergangenheit.
Es verlässt also kein Kind unsere Schule, ohne dass es sich kritisch mit der Vergangenheit Noldes auseinandergesetzt hat, natürlich in einem angemessenen und kindgerechten Rahmen.
Einen Namen zu ändern, ersetzt nicht die Auseinandersetzung mit einer Problematik, es ist in einer gewissen Weise nur ein „unter den Teppich kehren“.
Es bleibt trotzdem die Frage , ob eine öffentliche Einrichtung den Namen eines bekennenden Antisemiten tragen darf.

Dies bleibt zu diskutieren!

 

Wir haben Tradition

1887 Ein Schulhaus mit drei Klassen wird neben der Kirche errichtet (heute „Kinderhaus“)

1908 Ein weiteres Schulhaus wird gebaut

1920 329 Schüler besuchen die Schule.

1943 6 Lehrer unterrichten 658 Schüler.

1948 Mit 1040 Schülern wird der Höchststand erreicht.

1956 Der Neubau (heute „Anne-Frank-Schule“) wird von einer Volksschule mit Aufbauzug mit 24 Lehrkräften und 709 Schülern bezogen. 1959 Die erste Turnhalle Bargteheides wird der Schule und dem Turnverein übergeben.

1969 Der Aufbauzug wird mit Einweihung der Realschule aufgelöst.

1970 Namengebung der Volksschule, die von nun an „Emil-Nolde-Schule“ heißt.

1976 Kinder aus dem Grundschulbereich wechseln in die neu erbaute „Carl-Orff-Schule“.

1993 Das neue Schulgebäude wird bezogen.

2004 Unsere Schule hat 27 Lehrkräfte und 450 Schüler.

Wir haben ein Programm

Frühjahr: Lesenacht – Projekttage

Sommer: Bundesjugendspiele – Läufertag – Theateraufführungen

Herbst: Drachenfest – Theaterbesuche – Tag der offenen Tür

Winter: Adventssingen – Nikolausicup: Brennball – Wandertag in Eis und Schnee – Fasching – Staffeltag

Wir machen Schule

Unterricht

Die Grundlage unseres Unterrichts bilden die verbindlichen Fächer: Deutsch, Mathematik, Heimat-, Welt und Sachkundeunterricht (HWS), Religion, Sport, Kunst, Musik und Medien-Unterricht.

Bewegung schaffen

Psychomotorik bietet den Kindern in den ersten Klassen die Möglichkeit, vielfältige Bewegungserfahrungen zu sammeln. Mit den Sportarten Brennball, Fußball, Basketball, Volleyball gibt es ein Angebot, das individuelle Interessen berücksichtigt.

Betreuung

Ab 7.30 Uhr bereitet eine Mitarbeiterin des Bargteheider Jugendarbeitsteams (JAT) Frühstück für hungrige Kinder. Nach der Schule können Kinder in der Zeit von 11.30 Uhr bis 14.00 Uhr von pädagogischen Mitarbeiterinnen des JAT betreut werden und auch zu Mittag essen.. Danach wird bis 16.00 Uhr eine Hausaufgaben- und Spielgruppe angeboten. Auf unserer „Insel“ wird außerhalb des Unterrichts auf die Probleme der Kinder eingegangen.

Projekte…

…sind fester Bestandteil unseres Unterrichts. Sie sind: – kunstorientiert („Auf den Spuren Emil Noldes“). – lebensnah („Frühling“). – aus dem Unterricht erwachsen („Müllvermeidung“). – im schulischen Umfeld angesiedelt (Besuch einer Bäckerei).

Wir gehen neue Wege
Durch Spiel- und Ruhezonen bis in die Klassenräume hinein wollen wir Aggressionen entgegenwirken, Zeit für Muße schaffen und die Schüler zu guten Umgangsformen finden lassen. Das Verantwortungsbewusstsein der Schüler soll gefördert werden, indem sie beispielsweise an der Reinigung ihrer eigenen Klassenräume beteiligt werden.