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Spuk in der Druckerei

Am Wandertag hat die Klasse 2a das Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek besucht.
In zwei Gruppen aufgeteilt durften wir hier alte Drucktechniken kennen lernen: den Lettern-Druck und den Lithographie-Druck.

Einführend wurden der Lettern-Gruppe alte Druckpressen und Verfahren gezeigt.


Dann ging es selbst an die Arbeit. Gegen die Druckerschwärze zogen die Drucker-Gesellen Kittel an und die Ärmel wurden hochgekrempelt.

Ein Zauberspruch sollte gedruckt werden - von jedem Drucker eine Zeile. Leider waren die Zeilen zu lang für die Setzschienen. So mussten sie geteilt werden.

Der Druckmeister war sehr skeptisch, ob eine 2. Klasse es überhaupt schafft, so ein langes Gedicht zu schreiben. Üblich sind auch bei älteren Kindern nur der eigene Name.

Klaus erklärt, wie es funktioniert: Die Buchstaben müssen seitenverkehrt in die kleinen Schienen gelegt werden. Gar nicht einfach!

Wir lassen uns nicht abschrecken und machen uns an die Arbeit!

In der Zwischenzeit sind auch die Lithographie-Lehrlinge nicht faul.

Auf einen plan geschliffenen Druckstein wird mit Wachskreide passend zu dem Zauberspruch der Lettern-Drucker Gespenstisches und Gruseliges gemalt.

Schneller, als Druckmeister Klaus es für möglich gehalten hätte, sind unsere Schriftsetzer mit ihrem Zauberspruch fertig!

Hier liegt er schon in der Druckmaschine!

Damit die Lettern beim Drucken an ihrem Platz bleiben, werden sie mit sehr starken Magneten festgehalten.

Nun wird die Druckerschwärze vorbereitet.

Das zu bedruckende Büttenpapier wird in die Walze gespannt ...

... und die Druckerschwärze mit viel Druck auf die Lettern aufgetragen.

 

Jetzt mit Kraft und Schwung die Walze über den Text rollen.

 

Schon ist das erste, selbstproduzierte Druckwerk fertig! Toll!

 

Auch die Lithographen sind fertig mit ihrem Gruselbild. Muriel erklärt das Druckverfahren.

Erst muss der Stein mit Wasser "gewaschen" werden.

Nun wird Druckerschwärze auf das Bild gerollt.

Dann werden Schutzmatten aufgelegt.

 

Jetzt braucht es viel Kraft, um die Druckschiene auf den Stein zu pressen. Er wird einmal über das Bild und zurück gefahren.

 

Der spannendste Moment: Das Bild wird ganz vorsichtig abgehoben! Ob es was geworden ist?

Ja!

Zum Trocknen wird das Bild in eine Holzleiste mit Glasmurmeln gehängt.

Und hier sind beide Druckstücke noch einmal als Ergebnis:

 

Anschließend konnten wir noch über T.R.U.D.E. staunen. Der Name steht für Tief Runter Unter Die Elbe.Mit diesem Bohrer wurde der alte Elbtunnel gebohrt. Heute steht er vor dem Museum der Arbeit.