Die pädagogische Insel

Das Insel-Konzept an der Emil-Nolde-SchuleDSCN4729

 

Die Insel an der ENS ist ein Ort, der als Anlaufstation für Kinder und Jugendliche dient und von einer Sozialpädagogin oder Lehrkraft 5 Schulstunden am Tag "besetzt" ist. Der Inselbesuch stellt weder eine Strafmaßnahme noch eine Belohnung, sondern eine Hilfsmaßnahme dar.

Wer kommt auf die Insel?

Es kommen Schülerinnen und Schüler freiwillig auf die Insel, weil sie nicht mehr mitarbeiten können oder wollen, weil sie zu früh zur Schule gekommen sind oder weil sie nach Unterrichtsende noch nicht nach Hause möchten.
Es werden Schülerinnen und Schüler von der jeweiligen Lehrkraft auf die Insel geschickt, weil das Benehmen im Unterricht phasenweise nicht mehr tragbar und damit gemeinsame Arbeit nicht mehr möglich ist. Der Inselbesuch ist demnach stets unangemeldet und beschränkt sich lediglich auf die jeweilige Unterrichtsstunde.


Was wird auf der Insel gemacht?

Grundsätzlich herrscht Autonomie seitens des Insellehrers bezüglich der von ihm festgelegten Inselarbeit.
Festzuhalten gilt, dass es sich um keine Strafmaßnahmen handeln darf.


Welche Ziele werden mit der Insel verfolgt?

In erster Linie dient die Insel der Entlastung. Sie entlastet
        • die Schülerinnen und Schüler, die nicht mehr in der Lage sind,
           sich angemessen zu verhalten oder mitzuarbeiten,
        • die im Klassenverband verbleibenden Kinder,
        • alle Lehrerinnen und Lehrer.


U.V.Schwarz (9.11.2000)